Neubau KSS Schaffhausen
Wettbewerb 1. Preis

Neubau KSS Schaffhausen
Neubau KSS Schaffhausen
Neubau KSS Schaffhausen

Mit dem Projekt Katamaran für den Neubau des Hallenbads KSS Schaffhausen entsteht ein identitätsstiftender Ort für Sport, Begegnung und Erholung. Der kompakte, rechteckige Baukörper ergänzt die bestehende Eishalle und das Hallenbad von Ernst Gisel zu einem klaren Ensemble und markiert den Auftakt der Sportanlage an der Ecke Spielweg/Breitenaustrasse. Der Haupteingang liegt zentral zwischen Hallenbad, Freibad und Eissport und verknüpft alle Nutzungen optimal. Gleichzeitig stärkt die Setzung des Gebäudes die parkartige Qualität des Freibads und schafft eine klare Abgrenzung zu den angrenzenden Verkehrs- und Nebenflächen. Die Erschliessung für Anlieferung und Tiefgarage erfolgt konfliktarm und trennt motorisierten Verkehr konsequent vom Langsamverkehr.

Der Neubau ist als markanter Holzbau auf einem massiven Sichtbetonsockel konzipiert. Zwei prägnante Infrastrukturdocks bilden das statische und funktionale Rückgrat, während eine klare Holzstruktur grosse Spannweiten und flexible Grundrisse ermöglicht. Die Konstruktion bleibt innen wie aussen sichtbar und prägt die warme, natürliche Atmosphäre des Gebäudes. Die zentrale Eingangshalle fungiert als Drehscheibe für sämtliche Nutzungen und bietet kurze Wege, hohe Übersichtlichkeit und eine klare Trennung der Besucherströme.

Die Schwimm- und Aufenthaltsbereiche sind räumlich differenziert gestaltet. Grosszügige Lufträume, Galerien und Sichtbeziehungen kontrastieren mit den grossen Hallenvolumen der Schwimmhallen. Die Hauptschwimmhalle orientiert sich grosszügig zum Freibad, während Lernschwimmbecken und Sprungbereich zusätzlichen Bezug zum Aussenraum erhalten. Die sichtbaren Betondocks bilden einen spannungsvollen Kontrast zu Holzoberflächen, keramischen Belägen und den Wasserflächen, die Licht und Materialität miteinander verbinden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Wellnessbereich. Die Sauna orientiert sich nach Süden und wird durch eine Dachlandschaft mit Saunagarten, Warmwasserbecken, Kaltwasserbereichen, Panorama- und Banjasauna ergänzt. Die erhöhte Lage bietet Ausblicke bei gleichzeitigem Einblickschutz und schafft eine eigenständige Erlebniswelt über den Dächern des Sportareals.

Der Freiraum stärkt die Aufenthaltsqualität der Gesamtanlage. Grosszügige Vorplätze mit Bauminseln, Sitzgelegenheiten und klar organisierten Velo- und Kurzhaltebereichen schaffen einen attraktiven Empfangsbereich. Die Arkade verbindet Hallenbad, Freibad und Eissport und bietet wettergeschützte Aufenthaltsflächen. Im Freibad entstehen neue Platzsituationen, attraktive Gastronomieaussenräume und zusätzliche Liegewiesen. Der Dachgarten wird als alpiner Wellnesspark mit Gehölzen, Steinlandschaften, Ruhebereichen, Kneippanlage und Veranstaltungsflächen gestaltet. Durch den Rückbau des bestehenden Saunagartens wird zudem ein zusammenhängendes Wegesystem geschaffen, das das Freibad aufwertet und auch im Winter als Park genutzt werden kann.

Bauherrschaft

Stadt Schaffhausen / KSS Schaffhausen

Wettbewerb 2025-2026, 1. Rang
Realisierung ab 2029 

Generalplanerteam

Generalplanung und Architektur: K&L Architekten AG, St.Gallen
Baumanagement: PBM AG, Zürich/St.Gallen
Landschaftsarchitektur: Uniola AG, Zürich
Bauingenieur: WaltGalmarini AG, Zürich
Elektroplanung: A+W AG, St.Gallen
HLKS BW: HKT Kannewischer AG, Zug
Bauphysik: BrauneRoth AG, Rorschacherberg
Brandschutz: Brandsicher AG, St.Gallen
Gastroplanung: Planbar AG, Zürich
Lichtplanung: LLAL AG, Zürich/St.Gallen